Fassade dämmen & sanieren: Kosten, Förderung und Dämmung im Überblick


Eine gut gedämmte Fassade gilt als eine der wirkungsvollsten Maßnahmen an der Gebäudehülle. Sie kann Wärmeverluste deutlich reduzieren, Heizkosten senken, den Wohnkomfort verbessern und die Bausubstanz langfristig schützen. Gleichzeitig steigert eine energetisch sanierte Fassade häufig auch den Wert der Immobilie.

Als unabhängige Energieberatung unterstützen wir Sie dabei, die passende Lösung für Ihr Gebäude zu finden, Fördermittel optimal zu nutzen und Sanierungsfehler zu vermeiden.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Heizkosten senken
  • Wärmeverluste reduzieren
  • Wohnkomfort erhöhen
  • Schimmelrisiko reduzieren
  • Immobilie aufwerten
  • Fördermittel optimal nutzen

Warum sich eine Fassadendämmung lohnt

Heizkosten senken

weniger Wärmeverluste durch eine bessere Dämmung

Immobilie aufwerten

sowie Schützen der Bausubstanz

Wohnkomfort erhöhen

durch angenehmere Raumtemperaturen

Fördermittel nutzen

Der Staat unterstützt Fassadendämmungen

Wann lohnt sich eine Fassadendämmung?

Eine Fassadendämmung kann gleich mehrere Vorteile mit sich bringen: weniger Wärmeverluste, stabilere Temperaturen im Haus, mehr Wohnkomfort im Winter und Sommer sowie ein besserer Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel. Je nach Aufbau und Dämmstoff kann außerdem auch der Schallschutz verbessert werden.

Zusätzlich kann eine energetisch sanierte Fassade das Gebäude optisch und wirtschaftlich aufwerten.

Besonders sinnvoll ist die Maßnahme daher, wenn das Gebäude älter ist, die Außenwände ungedämmt oder nur schwach gedämmt sind oder ohnehin Arbeiten an der Fassade wie Putz oder Anstrich anstehen.

Typische Situationen, in denen eine Dämmung der Fassade sinnvoll ist:

  • Baujahr vor 1995
  • hohe Heizkosten
  • schlechte Dämmwerte
  • Schäden an Putz oder Fassade
  • geplante Dach- oder Fenstersanierung
  • Wunsch nach Fördermitteln

Fassadendämmung und sommerlicher Hitzeschutz

Eine gute Fassadendämmung kann nicht nur im Winter Wärmeverluste reduzieren, sondern auch im Sommer zu einem angenehmeren Raumklima beitragen. Besonders Dämmstoffe mit hoher Speicherfähigkeit – beispielsweise Holzfaser – können helfen, das Aufheizen von Innenräumen zu verlangsamen.

Gerade bei Dachgeschosswohnungen oder stark sonnenexponierten Fassaden kann das den Wohnkomfort im Sommer deutlich verbessern.

Ablauf: So läuft die Fassadendämmung mit Förderung ab

1

Analyse

des Ist-Zustands & erste Beratung

2

Auswahl

einer geeigneten Dämmung

3

Fördermittel

Antragstellung vor
Beauftragung

4

Umsetzung

Einbau durch Fachunternehmen

5

Abschluss

Auszahlung der Förderung

Welche Dämmung ist für meine Fassade die richtige?

Welche Fassadendämmung sinnvoll ist, hängt vom Gebäude, der Fassade, dem Budget, den energetischen Zielen und den baulichen Möglichkeiten ab.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Beim WDVS werden Dämmplatten außen auf die Wand geklebt oder gedübelt und anschließend verputzt. Das ist eine sehr verbreitete Lösung für Wohngebäude und oft wirtschaftlich attraktiv.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)
Hier liegt zwischen Dämmung und Außenbekleidung eine Luftschicht. Das System bietet viel Gestaltungsfreiheit und eine gute Feuchtigkeitsregulierung.

Kerndämmung / Einblasdämmung
Bei zweischaligem Mauerwerk kann der Hohlraum nachträglich gedämmt werden. Das ist oft besonders interessant, wenn die Außenansicht erhalten bleiben soll.

Innendämmung
Die Innendämmung ist eher eine Sonderlösung, zum Beispiel bei denkmalgeschützten Gebäuden oder wenn außen nicht gedämmt werden kann.

Vergleich der Fassadendämm-Systeme

System

Vorteile

Nachteile

Typische Kosten

Geeignet für

WDVS

wirtschaftlich, gute Dämmwirkung, weit verbreitet

empfindlicher gegen Beschädigungen

ca. 110–170€/m²

viele Wohngebäude

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

sehr guter Feuchteschutz, langlebig, flexibel bei Optik

höhere Kosten

ca. 150–250€/m²

hochwertige Sanierungen

Kerndämmung

geringe Eingriffe, günstig, schnelle Umsetzung

nur bei zweischaligem Mauerwerk möglich

oft günstiger

zweischalige Fassaden

Innendämmung

sinnvoll bei Denkmalschutz

Risiko von Feuchtigkeit / Wärmebrücken

abhängig vom Aufbau

wenn Außendämmung nicht möglich ist

Dämmstoffe im Überblick

Unterschiede gibt es nicht nur bei den Dämmsystemen selbst, sondern auch bei den verwendeten Dämmstoffen.

EPS / Styropor

EPS-Dämmungen gehören zu den häufigsten Lösungen bei Wärmedämmverbundsystemen. Sie bieten gute Dämmwerte bei vergleichsweise niedrigen Kosten und werden häufig im Bestand eingesetzt.

Mineralwolle

Mineralwolle bietet Vorteile beim Brandschutz sowie beim Schallschutz und wird häufig bei höheren Anforderungen an Sicherheit und Diffusionsoffenheit eingesetzt.

Holzfaser

Holzfaser bietet zusätzliche Vorteile beim sommerlichen Hitzeschutz und besteht überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen, weshalb sie häufig bei ökologisch orientierten Sanierungen eingesetzt wird.

PUR/PIR

PUR- und PIR-Dämmstoffe bieten eine sehr hohe Dämmleistung bei geringer Dicke, was bei beengten baulichen Verhältnissen ein Vorteil sein kann.

Vergleich der Dämmstoffe für eine Fassadendämmung

Dämmstoff

Vorteile

Nachteile

Besonderheiten

EPS (Styropor)

günstig, gute Dämmwerte

weniger nachhaltig

sehr verbreitet

Mineralwolle

guter Brandschutz, Schallschutz

teurer als EPS

diffusionsoffener

Holzfaser

nachhaltig, guter sommerlicher Hitzeschutz

höhere Kosten

ökologisch interessant

PUR/PIR

sehr hohe Dämmwirkung

teurer

geringe Dämmstärke nötig

Typische Anzeichen für eine notwendige Fassadendämmung

Baujahr vor
1995

Hohe
Heizkosten

Schlechte
Dämmwerte

Sichtbare Schäden

Sanierung von Dach / Fenstern

Förderung für die Fassadendämmung

Die Fassadendämmung gehört zu den energetischen Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) über das BAFA gefördert.

Förderhöhe:

  • Grundförderung: 15 %
  • +5 % Bonus mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP)
  • Maximal förderfähige Kosten:
  • bis zu 30.000 € pro Wohneinheit / Jahr ohne iSFP
  • bis zu 60.000 € pro Wohneinheit / Jahr mit iSFP

Voraussetzungen staatliche Zuschüsse:

Damit eine Fassadendämmung förderfähig ist, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

  • Antragstellung vor Beginn der Maßnahme
  • Einhaltung technischer Mindestanforderungen
  • Durchführung durch Fachunternehmen
  • Einbindung eines Energieeffizienz-Experten

Die KfW bietet ergänzend zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse, insbesondere wenn ein Gebäude zu einem Effizienzhaus saniert wird.

Förderfähige Leistungen bei der Dämmung der Fassade

Förderfähig ist nicht nur die Dämmung selbst, sondern oft auch die unmittelbar damit zusammenhängen Arbeiten wie:

  • Dämmung der Außenwände
  • Gerüstkosten
  • notwendige Putzarbeiten
  • Wiederherstellung von Anschlüssen
  • Nebenarbeiten, die für die Umsetzung erforderlich sind

Wichtig ist, dass die Maßnahme sauber geplant und korrekt zugeordnet wird.

Was kostet eine Fassadendämmung?

Die Kosten hängen stark vom System, dem Zustand der Fassade, der Dämmstoffstärke und dem Aufwand für Gerüst, Putz und Nebenarbeiten ab.

Typische Richtwerte:

  • WDVS: ca. 110–170 €/m²
  • Vorgehängte hinterlüftete Fassade: ca. 150–250 €/m²
  • Bei zweischaligem Mauerwerk kann eine Kerndämmung oft günstiger ausfallen.

Preisbeispiel einer Fassadendämmung

  • Kosten für die Dämmung der Fassade: 40.000 €
  • 20 % Förderung mit iSFP: 8.000 €
    (15 % Förderung ohne iSFP: 6.000 €)
  • Kosten für die Energieberatung: 2.000 €,
    davon 50 % Förderung: 1.000 €
  • Eigenanteil = 33.000 €

Eine Energieberatung hilft dabei, die tatsächlichen Kosten und Fördermöglichkeiten realistisch einzuschätzen.

Gibt es eine Pflicht zur Fassadendämmung?

Eine generelle Pflicht, die Fassade nachträglich zu dämmen, gibt es in Deutschland nicht. Relevant wird das Thema allerdings, wenn größere Arbeiten an der Außenfassade durchgeführt werden:

Werden mehr als 10 % einer bestehenden Fassadenfläche erneuert, ersetzt oder saniert, müssen die betroffenen Außenbauteile die im GEG festgelegten energetischen Mindeststandards erfüllen. Entscheidend ist dabei vor allem der sogenannte U-Wert.

  • Nicht jede Reparatur oder Fassadenanstrich löst automatisch eine Dämmpflicht aus. Entscheidend sind Art und Umfang der Arbeiten.

U-Wert einfach erklärt

Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Dämmwirkung:

Außenwand

Typischer U-Wert W/(m²K)

Energetischer Zustand

Ungedämmter Altbau

ca. 1,2 – 1,8

energetisch veraltet

Teilweise modernisiert

ca. 0,6 – 1,0

verbessert

Moderne gedämmte Fassade

ca. 0,20 – 0,24

GEG-/förderfähig

Damit eine Fassadendämmung förderfähig ist, müssen zusätzlich die technischen Mindestanforderungen der BEG eingehalten werden.

Wann eine Fassadendämmung trotzdem sinnvoll ist

Auch ohne gesetzliche Pflicht lohnt sich eine Fassadendämmung bei vielen Gebäuden wirtschaftlich und energetisch. Besonders häufig sinnvoll ist sie:

  • bei hohen Heizkosten
  • bei älteren Gebäuden
  • bei ohnehin geplanter Fassadensanierung
  • zur Nutzung staatlicher Fördermittel
  • zur Verbesserung des Wohnkomforts
  • zur Reduzierung von Feuchterisiken

Warum eine Energieberatung bei der Fassadensanierung sinnvoll ist

Eine Fassadendämmung greift in die gesamte Gebäudehülle ein. Ohne fundierte Planung können Wärmebrücken, Feuchteprobleme oder unnötige Mehrkosten entstehen.

Insbesondere bei Altbauten sollten Fassadendämmung, Fenster, Dach und Heiztechnik möglichst aufeinander abgestimmt werden, um neue energetische Schwachstellen zu vermeiden.

Eine professionelle Energieberatung hilft dabei:

  • die passende Dämmung auszuwählen
  • Fördermittel optimal zu nutzen
  • Wärmebrücken und Feuchterisiken zu vermeiden
  • gesetzliche Anforderungen richtig einzuordnen
  • Kosten realistisch einzuschätzen
  • wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu entwickeln
  • Sanierungsfehler zu vermeidenein

Praxisbeispiel: Fassadendämmung in einem Zweifamilienhaus

Dieses Beispiel zeigt, wie sich Kosten und Förderung bei einer typischen Fassadendämmung darstellen können.

Im Rahmen der Sanierung haben wir den gesamten Prozess begleitet:

  • Überprüfung der Einhaltung der technischen Mindestanforderungen
  • Erstellung einer technischen Projektbeschreibung (TPB) für das BAFA
  • Antragsstellung zu Fördermitteln beim BAFA mittels Vollmacht
  • Angebots- und Rechnungsprüfung auf Förderfähigkeit
  • Baubegleitung inkl. Vor-Ort Besichtigung während der Sanierung
  • Erstellung des technischen Projektnachweises (TPN) für das BAFA
  • Erstellen des Verwendungsnachweises (VN) zur Auszahlung von Fördermitteln
  • Zweifamilienhaus, 170 m²
  • Baujahr 1978
  • Dachsanierung mittels EPS als Wärmedämmverbundsystem (14 cm mit einer WLG 032)
  • Rechnerische Energie- / Kosteneinsparung: 30 % / 1.200 € im Jahr
  • Verbesserung des Jahres-Endenergiebedarfs: –30 %
  • Geringere Energiekosten & häufig Wertsteigerung der Immobilie
  • Reduzierung von Wärmeverlusten & Steigerung des sommerlichen Hitzeschutzes

Investitionskosten

32.000 €

Förderung mit iSFP

– 6.400 €

(Förderung ohne iSFP)

– 4.500 €

Energetische Fachplanung & Baubegleitung,
davon 50 % Förderung

+ 2.600 €
– 1.300 €

Eigenanteil

26.900 €

Eingesparte Kosten

5.100 €


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Sie möchten wissen, welche Fassadendämmung für Ihr Gebäude sinnvoll ist, welche Förderung möglich ist und wie hoch Ihr Eigenanteil ausfällt? Unsere Energieeffizienz-Experten prüfen Ihr Vorhaben individuell und begleiten Sie von der ersten Einschätzung bis zur Förderung!

Häufige Fragen zur Fassadendämmung

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Fassadendämmung, Kosten und Förderung.

Sie haben weitere Fragen? Wir beraten Sie gerne telefonisch unter 07141 16-757103 oder über unser Kontaktformular.

Häufige Fragen zur Fassadendämmung

Eine Fassadendämmung lohnt sich vor allem bei älteren, ungedämmten oder schwach gedämmten Gebäuden sowie wenn ohnehin an der Fassade gearbeitet wird.
Welche Dämmung für eine Fassade geeignet ist, hängt vom Wandaufbau, vom Zustand des Gebäudes und von der gewünschten Optik ab. Häufig sind WDVS, vorgehängte hinterlüftete Fassaden oder Kerndämmung sinnvoll.
Je nach System und Gebäudezustand liegen die Kosten bei einer Fassadendämmung stark auseinander. WDVS ist meist günstiger als eine vorgehängte hinterlüftete Fassade.
Über die BEG EM sind bei einer Fassadendämmung 15 Prozent Grundförderung möglich, mit iSFP-Bonus zusätzlich 5 Prozent. Energetische Fachplanung und Baubegleitung werden mit 50 Prozent gefördert.
Für staatliche Förderung muss bei einer Fassadendämmung ein Energieeffizienz-Experte eingebunden werden.